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Bericht Südkurier: Setzt er sich die Krone auf?

Simon Kronenthaler will mit dem SV Meßkirch in die Bezirksliga aufsteigen

Artikel vom 17. März 2026

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    Fußball, Kreisliga A, Staffel 3: Morgens Klassenraum, abends Trainingsplatz. So sehen viele Tage bei Simon Kronenthaler aus, denn seinen Lehrerjob tauscht er später am Tag gegen Fußballschuhe und Trillerpfeife ein. Beim SV Meßkirch sorgt er als Angreifer nicht nur für Tore, sondern ist gleichzeitig spielender Co-Trainer. Vor dem Start der Rückrunde steht seine Mannschaft auf Platz eins der Tabelle.

    Große Ziele in der Rückrunde

    Und die Ambitionen sind hoch: „In der Rückrunde haben wir ein Ziel, das heißt Aufstieg“, so der 29-Jährige. Die Chancen dafür stehen gut. In bisher 13 Spielen hat der SV Meßkirch elf Partien gewonnen. Nur gegen den Tabellenzweiten, den FC Rot-Weiß Salem II, und den Tabellendritten, Sportfreunde Owingen-Billafingen, gab es eine Niederlage, wobei beide Duelle unglücklich verloren wurden.

    Überrascht hat die Dominanz des SV Meßkirch aber kaum jemanden, schließlich sind vor dieser Saison viele neue Spieler dazugekommen mit höherklassiger Erfahrung, wie etwa Fabian Roth vom FV Walbertsweiler-Rengetsweiler oder Julius Brecht vom SC Pfullendorf II. Auch Kronenthaler spielt erst seit dieser Spielzeit wieder beim SV Meßkirch. Wieder, weil er bereits in der Kindheit die Kickschuhe für den Verein schnürte. Als er ein altes Mannschaftsbild von sich in der E-Jugend des SV Meßkirch gezeigt bekommt, muss der 29-Jährige schmunzeln. Das Foto ist zwar fast 20 Jahre alt, trotzdem erkennt er sofort einige bekannte Gesichter: Marvin Müller, einer seiner Mitspieler, der später in der Jugend des SC Freiburg spielte, oder aber Dennis Fischer, der heute für den Internetauftritt des SV Meßkirch zuständig ist. Für Kronenthaler ist der Verein mehr als nur ein Club – es ist ein Stück Heimat.

    Seit Sommer spielender Co-Trainer

    Darum wäre es noch bedeutsamer für ihn, aufzusteigen – nicht nur als Spieler, sondern auch als Co-Trainer von Coach Nectad Fetic. Dieses Amt hat „Krone“ seit seiner Rückkehr inne. Der 29-Jährige sagt dazu: „Ich habe schon länger mit dem Gedanken gespielt, eigentlich auch in Zukunft mal was in Richtung Trainer zu machen. Als dann die Idee aufkam, von dem Verein den Schritt zu gehen, hat mich die Aufgabe gereizt. Und dann habe ich relativ schnell zugesagt, dass ich mir das sehr gut vorstellen kann.“

    Aber ist der Job des Co-Trainers mit seiner beruflichen Tätigkeit als Lehrer vergleichbar? Kronenthaler kann das nur bedingt bestätigen. Schließlich seien die Schüler in der Schule um einiges jünger. Im Training mit den Mannschaftskollegen wäre das anders. Er genießt die besondere Rolle als spielender Co-Trainer: als Spieler im Teamgefüge in der Kabine integriert zu sein und die komplette Bandbreite an Emotionen mitzubekommen und als Trainer selbst Einfluss nehmen zu können. Doch die Doppelrolle bringt auch Herausforderungen mit sich: „Als Spieler ist man absolut fokussiert auf seine Leistung, die man auf den Platz bringt. Und als Trainer ist es so, dass man die ganze Woche über auch viele Gedanken mit nach Hause nimmt.“ Gerade abends vor dem Zubettgehen denke er viel über seine Trainertätigkeit nach. Ein richtiges Mittel, um das abzuschalten, habe er noch nicht gefunden.

    Aber er ist ja noch am Anfang seiner Trainerkarriere. Zunächst liegt der Fokus auf der Rückrunde. In der Vorbereitung haben sie in Testspielen gegen Mannschaften aus der höherklassigen Bezirksliga gespielt. Die Bilanz: zwei Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage. Am Sonntag (15 Uhr) geht es dann zum Auftakt zur SG Illmensee/Heiligenberg. Auch da soll ein Sieg her, wenn es wieder heißt: Klassenraum gegen Fußballplatz.